Historische Technik in Funktion

An den Wochenenden von 15 - 16.30 Uhr sowie an unterschiedlichen Wochentagen bietet das Museum der Arbeit Vorführungen an seinen historischen Maschinen und Arbeitsplätzen. Junge und alte Besucher werden dann in die Kunst des Druckens eingeführt, nehmen an der Bonbonherstellung teil oder erleben den Menck-Bagger in Aktion. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die genauen Termine und Uhrzeiten der Vorführungen entnehmen Sie bitte unserem Kalender.


Steindruckschnellgangpresse faust   foto udo m%c3%b6lzer

Bilderdruck auf der Steindruckschnellgangpresse „Faust“

Die Ende des 18. Jahrhunderts von Alois Senefelder entwickelte Lithografie ist eine Flachdrucktechnik, die größere Auflagen mehrfarbiger Drucksachen ermöglichte. Zum Beispiel Noten, Werbung, Ansichtspostkarten, Briefmarken oder Landkarten. Auf der Schnellgangpresse „Faust“ wurden bis 1992 Gleis und Zugfahrpläne für die Deutsche Bahn gedruckt. Die Presse verfügt über das beeindruckende Maximalformat von 87 x 115 cm und stammt aus der Hausdruckerei der Bundesbahndirektion Altona. Laut Hersteller hat sie eine Stundenleistung von bis zu 1200 Bögen/Stunde.


Stickautomat museum der arbeit

Der Jacquard-Stickautomat

Sie funktioniert bis heute: Maschinensteuerung mit Lochkarten nach dem System von Joseph M. Jacquard, der den Webstuhl mit mechanischer Webmustersteuerung entwickelte und damit um 1800 große Unruhen unter den Webern auslöste. Wir zeigen einen Automaten, der wie von Geisterhand geführt, den Stickrahmen unter der Nadel hin und her bewegt. So entsteht ein Schwungbuchstabe, exakt auf Stoff und zum Mitnehmen gestickt.


Madonna 400x400

Springende Bälle und kreischende Sägen

In dieser Vorführung wird das „Geheimnis der Mischung” für Naturkautschuk-Kämme gelüftet. Die Besucher erfahren, wie man Kautschuk zum Springen springt und die Arbeit an der Kammschneidemaschine für Staub- und Läusekämme aus Hartgummi funktionierte.


Stahlstich museum der arbeit

Der Stahlstichprägedruck

Freihändig eine englische Schreibschrift in Stahl zu gravieren und das noch dazu seitenverkehrt, ist eine Kunstfertigkeit, die kaum bezahlbar ist. So darf eine im Stahlstich-Prägedruck hergestellte Visitenkarte eigentlich nur auf einem Silbertablett entgegengenommen werden. Der gelernte Experte zeigt, wie aufwendig auch der Druck von der Stahlstichplatte ist und woran der Genießer die Echtheit einer solchen Edeldrucksache erkennt.


Kaffeer%c3%b6sten museum der arbeit

Kaffeerösten von Hand

Die Kaffee-Expertin informiert über verschiedene Kaffeesorten und die Geheimnisse der Röstverfahren. Dabei führt sie einen handbetriebenen Probenröster vor, in dem traditionell kleine Mengen an Rohkaffee über offener Flamme geröstet wurden, um so die Qualität des Kaffees beurteilen zu können.

Aus steuerrechtlichen Gründen kann keine Verköstigung stattfinden.


Handsatz und buchdruck

Die Holzletternfräse

An der historischen Holzletternfräse aus der Sammlung der Firma GEDI Schriften von den Gebrüdern Diller aus Bamberg wird die Herstellung einer Holzletter für den Buchdruck demonstriert. Vom Abführen der Schablone und dem Fräsen des Buchstaben bis hin zum Ecken stechen werden alle Arbeitsschritte gezeigt. In Europa existieren nur noch 2 Holzletternwerkstätten von denen die Werkstatt im Museum der Arbeit als einzige noch voll einsatzbereit ist.


Klappenkasten museum der arbeit %283%29

„Das Fräulein vom Amt“: Telefonvermittlung am Klappenkasten

Hamburger Kaufleute, die international verbunden werden wollten, mussten sich bis 1928 über das Hamburger Fernamt nach Übersee vermitteln lassen. Telefone ohne Tasten oder Wählscheibe gab es auch schon vor dem heute aktuellen “Smartphone”. Sie sahen allerdings ganz anders aus. Ein Dreh an der Telefonkurbel erzeugt einen Stromimpuls, der im Fernsprechamt am Klappenschrank eine kleine Klappe fallen lässt. Das “Fräulein vom Amt” stellt die Steckverbindung zum Anrufer her und fragt: “Hier Amt, was beliebt?“ Der Anrufer nennt die gewünschte Nummer und am Klappenschrank wird die Verbindung gesteckt.


Monotype setzmaschine museum der arbeit

Die Monotype-Setzmaschine

Die Monotype galt als Königin unter den Setzmaschinen. Das hochkomplexe System aus druckluftbasierter Lochstreifensteuerung und höchstpräziser Lettern-Gießtechnik lieferte seit 1900 über Jahrzehnte hinweg den Satz für alle typografisch anspruchsvollen Drucksachen. Die Qualität des Produkts ist dabei ebenso beachtlich wie der Geräuschpegel der laufenden Maschine.


Linotype neu

Die Linotype-Setzmaschine

Mit der Erfindung von Setzmaschinen vor etwas mehr als 100 Jahren wurde die Satzherstellung im grafischen Gewerbe revolutioniert; damit entfachte sich eine Kontroverse über Rationalisierung. Auf der Linotype wird mittels Matrizen in einem Arbeitsgang eine komplette Zeile gesetzt, ausgeschlossen und gegossen. Gelernte Experten bringen die hochkomplizierten Maschinen in Gang und beantworten dazu gerne Fragen. Die Qualität des Produkts ist dabei ebenso beachtlich wie der Geräuschpegel der laufenden Maschinen.


Menck bagger museumshof museum der arbeit

Der Menck-Bagger in Aktion

Baggerfahrer Hans Jürgen Weber setzt Mb II-Seilbagger aus dem Jahr 1938 in Bewegung. Der 3-Zylinder Deutz-Diesel wird mit Druckluft gestartet, leistet 107 PS und erzeugt ein sonores Geräusch, begleitet vom Kreischen der Seiltrommelbremsen. Gebaut wurde der Bagger bei Menck & Hambrock in Altona, die 1978 die Fertigung einstellten. Hydraulikbagger verdrängten die traditionellen Seilbagger. Sie sind aber bis heute zum Ausbaggern von besonders tiefen Baugruben unersetzlich.

mit Hans Jürgen Weber


Bonbonpresse museum der arbeit

Die Bonbonpresse

Zucker, Sirup und natürliche Aromen sind die Grundstoffe unserer Bonbonsiederei, die wir von den Profis im Ottensener Bonscheladen beziehen. Die Bonbonmasse wird im Kupferkessel vorbereitet und im Moment der richtigen Konsistenz durch die Dekorwalzen der Bonbonpresse gepresst. So entstehen je nach Aroma Fruchtbonbons in Himbeer-, Zitronen- oder Minzblattform. Zum Probieren und zum Mitnehmen.


Dampfmmodellensemble

Die Dampfmaschine in Miniaturformat

Am Modell wird gezeigt, wie die Kraftübertragung (Transmission) die Arbeit veränderte, ganz so, wie in der ehemaligen Fabrik, in der sich heute das Museum befindet.


Szenische f%c3%bchrung museum der arbeit

Szenische Führung: Herrschaften, kommen Sie bitte!

Die Buchhalterin Therese Janning nimmt Sie mit auf eine Zeitreise in das Jahr 1925. Erleben Sie den Alltag in einem Hamburger Handelskontor der Zeit und erfahren Sie mehr über die Arbeit der Handlungsgehilfen, Buchhalterinnen und Kaufleute.

mit der Schauspielerin Alexandra Neelmeyer

Museumseintritt + 2 €


Vorführungen an den Wochentagen:


Monotype setzmaschine museum der arbeit

Die Monotype

Montags, 14 - 15 Uhr

Die Monotype galt als Königin unter den Setzmaschinen. Das hochkomplexe System aus druckluftbasierter Lochstreifensteuerung und höchstpräziser Lettern-Gießtechnik lieferte seit 1900 über Jahrzehnte hinweg den Satz für alle typografisch anspruchsvollen Drucksachen. Die Qualität des Produkts ist dabei ebenso beachtlich wie der Geräuschpegel der laufenden Maschine.


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Monotype und Linotype

Mittwochs, 14 – 15 Uhr (Monotype und Linotype im Wechsel)

Mit der Erfindung von Setzmaschinen vor etwas mehr als 100 Jahren wurde die Satzherstellung im grafischen Gewerbe revolutioniert; damit entfachte sich eine Kontroverse über Rationalisierung. – Anders als bei der Linotype-Setzmaschine, werden mit der Monotype einzelne Bleisatz-Lettern hergestellt. An einer Eingabestation mit Tastatur wird zunächst der Text erfasst und ein kodierter Lochstreifen erstellt, der dann eine separate Gießmaschine steuert. Auf der Linotype wird mittels Matrizen in einem Arbeitsgang eine komplette Zeile gesetzt, ausgeschlossen und gegossen. Gelernte Experten bringen die hochkomplizierten Maschinen in Gang und beantworten dazu gerne Fragen. Die Qualität des Produkts ist dabei ebenso beachtlich wie der Geräuschpegel der laufenden Maschinen.


Handsatz und buchdruck

Die Holzletternfräse

Donnerstags, 14 - 15 Uhr

An der historischen Holzletternfräse aus der Sammlung der Firma GEDI Schriften von den Gebrüdern Diller aus Bamberg wird die Herstellung einer Holzletter für den Buchdruck demonstriert. Vom Abführen der Schablone und dem Fräsen des Buchstaben bis hin zum Ecken stechen werden alle Arbeitsschritte gezeigt. In Europa existieren nur noch 2 Holzletternwerkstätten von denen die Werkstatt im Museum der Arbeit als einzige noch voll einsatzbereit ist.


Bilderdruck

Von der Lithografie zum Offsetdruck

Freitags, 14 - 15 Uhr

Alois Senefelders (1771 – 1834) Erfindung der Lithografie war eine der größten Leistungen im Druckwesen. Heute wird dieses Flachdruckverfahren im Offsetdruck angewendet. Wir zeigen, wie es geht.